Das femoroacetabuläre Impingement
Das femoroacetabuläre Impingement (FAI) ist seit einigen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt, da bekannt ist, dass es häufig zur Arthrose des Hüftgelenkes führen kann. Zudem ist es sehr häufig bei unspezifischen Kniegelenkschmerzen zu finden, besonders beim sog. "Vorderen" Knieschmerz.
Beim FAI kommt es in Beugung und Rotation zu einem „Anstoßen“ bzw. „Einklemmen“ Zwischen dem Pfannenerker bzw. dem Labrum und dem Schenkelhals bzw. dem sog. Kopf-Hals-Übergang (sog. off-set).
Das FAI wird grob in zwei Typen unterschieden. Das häufigere CAM-FAI bei dem eine off-set Störung zum Impingement führt und das Pincer-FAI bei dem es bei eher normalem off-set zu einem Impingement kommt, da der Pfannenerker prominent ist, bzw. eine vermehrte Beweglichkeit vorliegt (retroversio acetabuli, coxa profunda, etc.). In vielen Fällen finden sich aber auch Mischformen aus CAM- und Pincer-FAI.
Gerade das CAM-FAI wird angeschuldigt oft später in eine Arthrose des Hüftgelenkes zu münden. Daher ist eine frühzeitige Behandlung der off-set Störung oft zu empfehlen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass durch die wiederkehrende Einklemmung zunächst das Labrum geschädigt wird (siehe Labrum) bzw. das Labrum mit seinem anheftenden Knorpel abgeschert wird. Dieser Prozess ist langwierig und progredient, kann jedoch, je nach Belastung, z.B. beim Fußballer schon in jungen Jahren zu einem frühzeitigen Verschleiß führen.
Das FAI kann in vielen Fällen sehr gut durch eine arthroskopische off-set Operation behandelt werden. Hierbei wird gerade beim CAM-FAI der fehlende off-set wiederhergestellt. Auch bei fortgeschrittenen Befunden, können die Beschwerden, z.B. durch Entfernen von Osteophyten deutlich gemindert werden. Die Indikation zur arthroskopischen off-set Operation muss jedoch in jedem Einzelfall detailliert abgewogen werden.












